Wie man Mitarbeiter effektiv motiviert

Personalverantwortliche kommen immer mehr zu dem Schluss, wer Leistung will muss Sinn bieten.

Entwickeln Sie deshalb – idealerweise gemeinsam im Team, im Kollegenkreis – eine Firmenphilosophie, ein Unternehmensleitbild das folgende Punkte definiert:

  • Für welche Werte steht unser Unternehmen?

  • Wer sind wir?

  • Wem wollen wir nutzen?

  • Welche Mission haben wir?

  • Wo macht unser Unternehmen die Welt ein Stück besser oder das Leben der Menschen ein Stück
    einfacher oder schöner?

  • Wo sind wir besonders gut? Wie sehen wir uns und wie wollen wir außen gesehen werden?

  • Welches Leitmotto soll dies kurz und prägnant wiedergeben, mit dem sich alle identifizieren
    können?

    Nur wenn man die eigenen Unternehmensziele mit Bedeutsamkeit auflädt, kann man echte und nachhaltige Begeisterung erzeugen.

    In den Unternehmen, wo es um die Motivation der Mitarbeiter schlecht bestellt ist, fehlt meistens eine Zukunftsvision, die von allen getragen wird und jedem das Gefühl gibt eingebunden zu sein.

    Barack Obama mobilisierte mit dem Leitmotto und Optimismusprinzip „Yes we can“ seine Anhänger und wurde so zum ersten schwarzen Präsident der USA. Mit dem Wort „we“ hat er die Bevölkerung mit eingebunden. Der Slogan seines unterlegenden Kontrahenten John McCain „The Mac is back“ war hingegen egozentriert und vermittelte nicht das Gefühl von Mitgestaltung und Teilhabe.

    Viele Studien zeigen, dass man Mitarbeiter am besten durch Involvierung und die Herstellung eines authentischen „Wir-Gefühls“ motivieren kann.

    Damit ein Leitbild und ein entsprechendes Leitmotto auch die gewünschte Wirkung erzielt, die Mitarbeiter nach innen hin motiviert, das Bild nach außen prägt und ein echtes „Wir-Gefühl“ erzeugt, muss es unbedingt von der Führungsebene authentisch vorgelebt werden.

    Nach dem Motto „Führen kommt von Vorführen.“

    Ein weiterer wichtiger Aspekt, um Mitarbeiter zu motivieren, ist eine Firmenkultur zu entwickeln, in der der einzelne Mitarbeiter möglichst viel Verantwortung übernehmen darf und selbstbestimmt arbeiten kann. Delegation von Verantwortung ist Motivation und erhöht das Sinngefühl.

    Der renommierte Zukunftsforscher Matthias Horx erläutert hierzu:

    „Das Streben nach Selbst-Steuerung, Selbst-Empowerment prägt den Weg des Individuums in der Wissensgesellschaft.“

    Horx bezeichnet die Entwicklung als eine Wandlung zur Sinngesellschaft.

    Was kann man weiterhin tun, um Mitarbeiter und Teams effektiv zu motivieren?

    Studienergebnisse und Umfragen bringen es immer wieder zu Tage: Eine großen Anzahl an Mitarbeitern wünscht sich mehr Lob, Anerkennung und Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Hier bestehen nachwievor große Defizite im Bereich der Motivation von Mitarbeitern.

    Artikulierte und gelebte Anerkennung und Wertschätzung verursachen im Vergleich zu Incentive-Maßnahmen keinerlei Kosten und erzielen eine nachweisbar höhere Motivationswirkung.

    Wenn im Unternehmen weiterhin keine Kultur des Herrschaftswissen gepflegt wird, sondern alle relevanten Informationen, für alle Mitarbeiter zugänglich sind, dann führt dieser Form der offenen Informationspolitik, zu Mitarbeitern, die auch konstruktiv mitdenken und die dadurch tagtäglich aktiv zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beitragen.

    Wenn die Führungskraft sich außerdem mehr als Unterstützer, als Förderer und weniger als Herrscher versteht, und seinem Team hilft, das eigene Potential sowie die individuellen Stärken zu entwickeln, trägt auch dies zur Motivation bei und das Unternehmen entwickelt sich zu lernenden Organisation. Auch das betrieblich Vorschlagswesen sollte gezielt gefordert und gefördert werden und jede umgesetzte Verbesserung entsprechend honoriert und wertgeschätzt werden.

    Business man doing yoga on the beachDarüber hinaus sollte man auch mit gezielten Maßnahmen für einen höheren Energielevel bei den Mitarbeitern sorgen. Denn Mitarbeiter mit einer höheren Leistungsfähigkeit schaffen in kürzerer Zeit deutlich mehr. Dies kann man z.B. erreichen, in dem kleine Pausen mit Entspannungsübungen, im Zeitturnus der ultradianen Rhythmen, sowie Bewegung und gesunde Ernährung mit in den Arbeitsalltag integriert werden. Mein letzter Arbeitgeber hat zwar viel Leistung gefordert, aber auch die Energie seiner Mitarbeiter, z.B. durch kostenlose Fitnessstudio- mitgliedschaften, gezielt gefördert.

    Auch regelmäßig Erfolge zu feiern, wie z.B. ein besonders guter Monatsumsatz, sowie die wirtschaftliche Teilhabe am Erfolg, tragen zur Mitarbeitermotivation bei. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, bei denen im Team die Unternehmensphilosophie weiterentwickelt wird, führen zu einer deutlich höheren Identifikation mit dem Unternehmen.

    Weil Motivation von außen aber auch immer nur bedingt möglich ist, ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Motivation die Vermeidung von Demotivation. Eruieren Sie welche Faktoren und Arbeitsbedingungen sich demotivierend auswirken und wie man diese wirksam verhindern kann.

    Von Sven Remmert

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