Wie man den inneren Schweinehund überwindet

Je öfter man sich selbst diszipliniertes Verhalten unter Beweis gestellt haben, je einfacher wird es einem fallen. Insbesondere wenn man sich bewusst machen, dass man diese Eigenschaft freiwillig und gerne weiter entwickelt, weil man um die Vorteile weiß, die man aus diesem positiven Verhaltensmuster erzielt.

Wenn Sie in der Zukunft mehr erreichen wollen als bisher, dann ist es sinnvoll neue Verhaltensmuster und Erfolgsgewohnheiten zu entwickeln.

Albert Einsteins Definition von Wahnsinn war:

„Dasselbe zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten.“

Tipps und Impulse um den inneren Schweinehund zu überwinden, umso aus alten untauglichen Mustern auszubrechen:

Überlegen Sie sich jetzt eine Aufgabe, eine Tätigkeit, auf die Sie derzeitig überhaupt keine Lust haben – z.B. die Buchhaltung erledigen, Neukundenakquise, den Schreibtisch aufräumen, Laufen – obwohl das Wetter alles andere als gemütlich ist, den Dachboden entrümpeln oder die Wäsche bügeln.

Fragen Sie sich dann, was Sie eigentlich wirklich daran hindert – sehr wahrscheinlich nichts. Spielen Sie im Geist durch, wie Sie gerade dabei sind, die Aufgabe zu erledigen und fragen Sie sich dabei, was ist jetzt eigentlich wirklich so schlimm daran – wahrscheinlich auch nichts.

Versetzen Sie sich dann in das Gefühl, das Sie hätten, wenn Sie diese Aufgabe bereits erledigt hätten. Sehr wahrscheinlich ein gutes Gefühl – wahrscheinlich wären Sie stolz auf sich – auch weil Sie Ihren inneren Schweinehund besiegt haben. Nehmen Sie dieses Gefühl als Impuls und machen Sie es einfach jetzt!

„Der Schmerz des Bedauerns ist wahrhaftig größer als der Schmerz der Selbstdisziplin. Je mehr ich liebe, was ich tue, desto mehr kann ich tun, was ich liebe.“

Dr. John F. Demartini

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Nur wer es wagt zu springen kann fliegen

Als ich vor 14 Jahren meinen ersten Fallschirmsprung machte, stellte ich mir, während sich die kleine Cessna auf 4.000 Meter Absprunghöhe nach oben schraubte, die Frage, die sich vielleicht schon einige auf dem Weg zum ersten Sprung gestellt haben:

„War das jetzt wirklich eine gute Idee?“

Erster SprungInsbesondere, weil ich von meiner Mutter etwas Höhenangst mit auf den Weg bekommen habe. Aber die Vorfreude überwog und nur, wenn man aus dem Flugzeug rausspringt, kann man dann auch „FLIEGEN“. Und das Gefühl, mit dem man dann dafür belohnt wird, ist unbeschreiblich – man lebt nur im Moment und genießt das Gefühl des freien Falls – ein unglaubliches Gefühl von Freiheit, bei dem man von jedem inneren Dialog befreit ist.

„Wie gut, dass ich mir überwunden hatte“, sagte ich mir, nachdem ich gelandet war – was hätte ich verpasst wenn ich mich nicht überwunden hätte.

Warum sich von seinen Ängsten beherrschen lassen, wenn man ebenso auch seine Ängste beherrschen kann?

Und so ist oft im Leben; man muss sich überwinden, um gewünschte Veränderungen herbeizuführen – und je öfter wir uns überwinden, je einfacher fällt es uns. Die Fähigkeit sich zu überwinden, Ziele mutig anzupacken ist genauso wenig eine genetisch disponierte Charaktereigenschaft wie Durchhaltevermögen, sondern eine Fähigkeit, die wir erlernen, können indem wir Situationen erfahren und meistern die von uns Überwindung verlangen.

Erteilen Sie dem Diktat der Komfortzone, der trügerischen Bequemlichkeit eine kategorische Absage, wenn Ihre Komfortzone Sie darin hindert, Ihre persönliche Ziele und Träume zu erreichen. Werfen Sie die Eigenschaft der Bequemlichkeit und gleich auch Ihre Ängste und Zweifel einfach über Bord. Das Leben ist zu kurz und vor allen Dingen zu wertvoll und zu einmalig, um es mit lähmender Bequemlichkeit, unnötigen Ängsten, Zweifeln und Sorgen zu vergeuden.

Das Schöne ist, was heute unbequem erscheint, wird morgen durch die Macht der Gewohnheit bequem. Ist es heute noch unbequem, drei Mal die Woche laufen zu gehen, wird es spätestens nach einem Monat viel Spaß machen und Sie werden ein neues Lebensgefühl genießen.

Jetzt sollte man aber nicht unbedingt nur deswegen Fallschirmspringen oder Bungee Jumping machen – oder was schlimm wäre – Dinge, die eher mit Leichtsinn als mit Mut zu tun haben, nur weil es gerade dem Lifestyle entspricht oder in Büchern steht, wie 150 Dinge die man angeblich unbedingt in seinem Leben getan haben sollte. Schon gar nicht, wenn man dabei seine Persönlichkeit verbiegen muss und nicht mehr authentisch ist.

Dennoch gibt es einige gute Gründe, immer wieder mal seine Grenzen zu überschreiten, Neues zu wagen und seine Ängste zu überwinden und dabei vielleicht festzustellen, dass man, wenn man sich mutig überwindet, nun viel authentischer ist, als man es vorher war.

Oft verfolgen wir Vermeidungsstrategien und stehen uns so selbst im Weg und bleiben hinter unseren Möglichkeiten.

Wenn wir uns jedoch überwinden, uns mutig in ein Abenteuer stürzen, dann erzeugt auch dies neue Bahnen in unserem Gehirn und es entstehen neue Verhaltensmuster. Jedes Mal wenn wir uns überwunden haben, wird unser Belohnungszentrum aktiviert und es werden Glückshormone ausgeschüttet. Diese positiven Erfahrungen helfen uns weiter zu wachsen.

Und wenn man alte Menschen befragt, was sie in Ihrem Leben bereuen, dann sind es eher die Dinge, die sich nicht gemacht haben, als die Fehler, die sie begangen haben.

John Shedd wird das Zitat zugeschrieben:

„Schiffe sind zwar sicherer im Hafen, aber dafür werden sie nicht gebaut.“

Mein Onkel arbeitet mit behinderten Menschen zusammen und ein Erlebnis bei dem alle über sich hinausgewachsen sind und zu einem neuem Selbstwertgefühl und einem neuen Gefühl von neuen Möglichkeiten gefunden haben, war ein Besuch im Hochseilgarten.

Wer sich in luftigen Höhen traut, ungewohnte Wege geht, der traut sich dann auch im Alltag mehr zu.

Dr. Christoph Smolenski – Facharzt für Neurologie sagt hierzu:

„Bei einer hohen Effektivität, Effizienz und Praktikabilität eignet sich dieses Verfahren sehr gut für psychosomatische Behandlungskonzepte und Persönlichkeitsentwicklungen.“

Zu meinem 36. Geburtstag bekam ich ein Stuntman-Kurs geschenkt. Eine der Übungen war durch ein Fenster zu springen, das in Flammen stand. Die junge Frau, die nach mir gesprungen ist, sagte danach: „Jetzt traue ich mir alles zu.“

Und das ist der Grund, warum es doch Sinn machen kann, einmal einen Fallschirmsprung zu wagen, einen Hochseilgarten zu besuchen oder auch z.B. über glühende Kohlen zu laufen.

Bei Motivationsveranstaltungen wird zwar oft suggeriert, dass der Feuerlauf, der Lauf über glühende Kohlen, nur möglich ist, durch einen bestimmten mentalen Zustand, der durch den Motivationstrainer initiiert bzw. verursacht wurde. Das ist allerdings ein Mythos!

Wenn die Beschaffenheit der Kohle, die Menge der Glut und die Glutschicht richtig gewählt wird, treten keine Verbrennungen auf, da Kohle ein langsamer Wärmeleiter mit einer geringen Wärmekapazität ist. Da Kohle deswegen auch nur langsam erhitzt, ist die Kontaktzeit ein weiterer Grund, warum keine Verbrennungen entstehen. Berühren die Füße den Boden bei dem richtigen Gehtempo jeweils weniger als eine halbe Sekunde, so ist die Kontaktzeit mit der Glut zu gering, um Verbrennungen zu verursachen.

Kann es dennoch einen Sinn haben, das Feuerlaufen einmal auszuprobieren? Ja, weil man hier die Lernerfahrung macht, dass, wenn man sich mit einer Herausforderung auseinandersetzt, wenn man sich mit einer Sache rational beschäftigt, auf einmal Dinge möglich sind, wie z.B. über glühende Kohlen zu laufen, die man vorher für nicht möglich hielt. Dinge sind auf einmal gar nicht mehr so schwer, geschweige denn beängstigend, wie sie zuerst schienen.

Probieren und wagen Sie einfach immer wieder mal neue und ungewohnte Dinge, um so Ihre persönlichen Grenzen immer wieder zu überschreiten und so zu erweitern.

Menschen die im Leben Erfolg haben, die etwas wagen, haben zwar temporär auch Ängste und Sorgen, aber sie lassen sich davon nicht aufhalten, geschweige denn beherrschen.

Hier noch ein inspirierender Filmausschnitt aus dem Film „Facing the Giants“.

Von Sven Remmert

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