Ressourcen aktivieren: Kraftquellen finden und nutzen

Glück erzeugt die Energie die Sie brauchen um Erfolg zu haben und deswegen sollten Sie Glückssystem so oft wie möglich aktivieren.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus des multimedialen Erfolgscoachingprogramm “Die EML-Matrix 3.0.“ Jetzt auf Amazon bestellen.

„Ich hab null Energie“, „meine Batterie ist leer“, „ich muss mal auftanken.“ Das sind Formulierungen, die Menschen gebrauchen, wenn Ihnen die nötige Energie fehlt. Und immer wieder mal begegne ich Menschen, die glauben, sie hätten einen begrenzten Vorrat an Lebensenergie, der sich nach und nach verbraucht. Ich bin der festen Überzeugung, dass das nicht stimmt. Sie haben alle Energie der Welt, auch wenn Ihnen diese nicht zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung steht. Es mag Zeiten geben, in denen Sie kein Licht mehr am Ende des Tunnels sehen. Nur sollten Sie daraus nicht schließen, dass den Tunnel unendlich ist.

Aber was meinen wir eigentlich genau, wenn wir von Energie sprechen? Menschen haben sehr unterschiedliche Erklärungen, was für sie selbst Energie bedeutet. Aber allen Varianten ist eines gemein: Es geht immer um eine Kraftquelle. Wir brauchen Energie um uns zu bewegen, und wir brauchen vor allem Energie, um unsere Ziele zu erreichen. Energien oder Kraftquellen: Es geht um Ressourcen. Und als Ressource taugt alles, was geeignet ist, um Sie in gewünschter Weise zu aktivieren – oder die Aktivierung zu verstärken.

Und hierbei sind Emotionen wichtig. Nur was Sie berührt, hat auch Potential, sie zu bewegen. Begeben wir uns also einmal auf die Suche nach Ihren Ressourcen. Ressourcen können z.B. sein:

Werte und Haltungen: Damit sind nicht unbedingt ethische Normen gemeint. Fragen Sie sich: Was ist Ihnen wichtig? In welcher Haltung äußert sich das?

Glaubenssätze: Das sind innere Überzeugungen, die wie Felsen in der Brandung jeder Welle trotzen. Glaubenssätze können selbstbeschränkend sein („Das ist nichts für mich, das konnte ich noch nie.“) oder aber aktivierend („ich weiß, dass ich in schwierigen Situationen zu Höchstform auflaufe“). Zu den Glaubenssätzen gehört auch die Selbstwirksamkeitserwartung. Das bezeichnet die innere Überzeugung, Herausforderungen erfolgreich meistern zu können.

Visionen und Ziele: Was wir aus tiefen Herzen für erstrebenswert halten, ist eine hervorragende Ressource. Zugkräftig ist ein Ziel immer dann, wenn wir auf die Frage „warum?“ ein gute Antwort finden können.

Eigene Kompetenzen: Das sind erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten.

Gefühl von Verbundenheit: Vielleicht das tragfähigste Fundament eines jeden Menschen. Wer mit anderen verbunden ist, wird gehalten, aufgefangen und aufgerichtet.

Sinnspezifische Wahrnehmungen: Das können reale oder innere Bilder sein, Musik, die positive Erinnerung an einen wichtigen Menschen, ein bestimmter Duft – schlicht alles, was Ihnen ein sehr angenehmes, aktivierendes Gefühl verschafft.

Bewegung: Es kommt nicht von ungefähr, dass Sportler über eine höhere psychische Stabilität verfügen. Wer sich regelmäßig bewegt, sich fordert, der wird irgendwann erleben, was „runners high“ bedeutet. Das ist der Endorphin-Kick beim Sport. Körpereigene Glückshormone, die besonders dann ausgeschüttet werden, wenn wir im Flow sind.

Jeder Mensch hat eine ganze Reihe derartiger Ressourcen zu Verfügung. Viele sind uns nicht bewusst. Insbesondere in Phasen der Krise und der Depression bleiben Ressourcen oft verschüttet. Der Block ist dann verengt und Menschen bleiben im Problemfokus gefangen. Dann geht es darum, den Zugang zu Ressourcen wieder zu ermöglichen. Hilfreich dabei kann ein Coach sein, im Falle einer tiefen Lebenskrise oder psychischen Störung eher ein Therapeut.

Wie können Sie aber Ihre Ressourcen selbst finden und aktivieren? Ich möchte Sie einladen, einen Weg der Ressourcenaktivierung auszuprobieren. Dieser entstammt dem Repertoire der Neurolinguistischen Programmierung und wurde von Robert Dilts entwickelt.

Sie können diesen Prozess überall durchführen: Im Stehen, im Sitzen im Liegen. Sie können die Augen schließen, wenn das Ihrer Konzentration förderlich ist. Nach meiner Erfahrung ist der Prozess am wirkungsvollsten, wenn Sie Ihn im Stehen durchlaufen – oder besser gesagt durchschreiten. Er besteht aus sechs Schritten.

Erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie im vollen Besitz Ihrer erforderlichen Ressourcen waren. Damals ging es Ihnen gut, richtig gut. Haben Sie eine Situation? Ja? Dann tauchen Sie in diese Situation noch einmal ein und beantworten Sie für sich innerlich bitte folgende Fragen.

Schritt 1: Wo haben Sie diese Situation erlebt? Vergegenwärtigen Sie sich die Umgebung. War das draußen oder in einem geschlossenen Raum? War es hell oder dunkel? Leise oder laut? Wer war noch dabei? Sehen Sie die Umgebung vor Ihrem inneren Auge? Spulen Sie den Film ab.

Schritt 2: Was haben Sie in dieser Situation getan? Wie haben Sie sich bewegt, welche Haltung haben Sie eingenommen und was haben Sie gesagt?

Schritt 3: Wie genau haben Sie das getan? Was konnten Sie in diesem Moment besonders gut, welche Ihrer Fähigkeiten haben Sie hier wirken lassen?

Schritt 4: Was war Ihr innerer Antrieb. Welcher Wert, welche Haltung oder welcher Glaubenssatz hat Ihnen Sicherheit verschafft?

Schritt 5: Wer sind Sie in diesem Moment? Wenn Sie sich selbst beschreiben: Welcher prägnante Satz würde Ihre Stimmung jetzt am besten ausdrücken? Vielleicht gibt es auch eine Metapher, das Bild eines Tieres, das Ihre Stimmung jetzt am besten repräsentiert. Und möglicherweise gibt es auch eine Körperhaltung oder eine Handbewegung, die Ihr momentanes Gefühl gut ausdrückt. Lassen sich hierfür ruhig ein wenig Zeit und probieren Sie aus.

Schritt 6: Mit wem fühlen Sie sich nun am meisten verbunden? Gibt es eine Gruppe, der Sie sich zugehörig fühlen? Mit wem identifizieren Sie sich am meisten?

Nun, wenn Sie diese Ebenen durchschritten sind, dann wiederholen Sie diese Schritte noch einmal. Diesmal aber schneller.

Sie können diese Übung einsetzen, um ganz gezielt bestimmte Ressourcen zu aktivieren. Wenn es Ihnen momentan schwer fällt, eine benötigte Ressource zu aktivieren, dann erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie diese Ressource aktivieren konnten. Diese Situation muss nicht aus dem gleichen Kontext stammen wie Ihre Problemstellung. So können Sie zum Beispiel auch Ressourcen für Ihren Job aus dem Sport oder einem anderen Feld Ihrer Freizeit holen.

Nochmals: Sie haben alle Ressourcen der Welt, die Sie benötigen, denn der unschätzbare Reichtum der Möglichkeiten liegt in jedem Menschen verborgen. Sie müssen Ihn nur freilegen.

Von Dr. Constantin Sander

Hinterlassen Sie einen Kommentar

You must be logged in to post a comment.